(etwas) nicht verstanden? Ruhen lassen und erneut studieren

Manchmal sitzt man vor einer MKS-Passage oder vor einem Kapitel in einer GdA-Lektüre und versucht mit aller Macht zu verstehen, was der Autor da geschrieben hat, was das denn bedeuten soll.

Ich habe wiederholt die Erfahrung gemacht, dass es in diesem Fall sinnvoll ist, die jeweilige Passage – oder worum es sich handelt – ruhen zu lassen und später erneut zu studieren. Wie ein Wunder macht die Passage auf einmal viel mehr Sinn und man kann endlich mit neuem Wissen voranschreiten und die Früchte seines Studiums ernten.

Dazu fällt mir eine kleine Anekdote ein… Vor 3 Jahren hatte Ich die Möglichkeit, für sehr wenig Geld ins Theater, speziell in die Oper zu gehen. Ich schaute mir eine einzelne Oper bis zu 5 mal an, da Ich die Möglichkeit der günstigen Karten unbedingt auskosten wollte. Die Oper hatte eine teilweise blutige aber schöne Umsetzung durch die Regie erfahren, es machte einfach Spaß, sich diese Oper anzuschauen, ganz zu schweigen sie sich anzuhören, bei den ganzen hervorragenden Stimmen. Am Ende der Oper war Ich aber immer froh, dass es dann endlich vorbei war, da es ganz schön anstrengend war, sich diese Oper anzuhören und -schauen.

Als Ich mir die Oper ansah konnte Ich mich hinterher an kein einziges Lied mehr erinnern, es war alles weg, der Eindruck, den diese Oper auf mich gemacht hatte, verflog innerhalb kürzester Zeit.

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Irgendwann zwingt Dich das Leben

Dein Leben ist beschissen. Du hast kein Geld, bist stets im Minus, hast keine Freunde, bist permanent krank und einen Liebespartner hast Du auch nicht. Arbeit hast Du schon lange nicht mehr, und Du weißt einfach nicht wie es weitergehen soll; Du fühlst Dich vollkommen verzweifelt.

Irgendwann nimmst Du Dir vor, etwas zu ändern. Du nimmst es Dir vor, tust aber nichts. Deine Träume und Ziele sind groß und nobel, doch Du bekommst den Arsch nicht hoch und unternimmst überhaupt nichts. Statt endlich unter Leute zu gehen und Dich zu sozialisieren sitzt Du zuhause vor Deinem Computer und schaust Dir Videos an. Du weißt, dass es falsch ist, es fühlt sich extrem falsch an. Du weißt aus tiefster Seele, dass Du schon lange hättest handeln können, doch die Angst hält Dich zurück. Immer und Immer wieder.

Du schaust Dir zum 5 Mal diese Staffel dieser Serie an. Du spielst wieder und wieder dieses Computerspiel und siehst Dir zum hundertsten Mal diesen emotionalen Film an, nachdem Du Dir immer schwörst, ab morgen Dein Leben zu ändern. Die Sehnsucht nach einem schöneren Leben. Dieses Leben ist greifbar, doch Du bist ängstlich und traust Dich nicht, auch nur einen Schritt zu wagen.

Mit Tränen in den Augen liegst Du nun in Deinem Bett. Keine Zukunft, Kein Leben. Doch etwas ist anders.

Irgendetwas ist passiert, nachdem Du Dir zum tausendsten Mal diesen Film angeschaut hast. Irgendetwas in Dir ist tief verletzt, dieser Schmerz ist unerträglich und Du merkst, dass dieser Schmerz schon lange dort war, doch jetzt kannst Du ihn nicht mehr ignorieren. Du traust Dich nicht, morgens den Computer anzuschmeißen, es tut zu sehr weh. Es würde Dich umbringen…

Endlich, nach gefühlten unendlichen Messerschnitten in Dein Herz kannst Du diesen Schmerz nicht mehr ignorieren, Du musst Dich der Angst stellen, um Deine Wunde zu heilen, bevor es Dir umbringt…

Die meisten Menschen jammer(te)n, mich eingeschlossen, weil sie sich Ziele setzen und diese nicht erreichen. Die Ursache ist in den meisten Fällen ernüchternd: Trägheit, Faulheit, jahrelanges Aufschieben. Jammern und sich beschweren, das sich nichts ändert, weil man nichts macht.

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